Lyrik Bayerwaldteam
Schachtenbaum

Welch grandioses Blattwerk der Gebrochene noch trägt.
Raue, ruhelose Zeiten prägten sein zerzaustes Antlitz.
Rostbraun verdörrt das niedrige Blätterdach.
Ausgehohlt der ergraute Stamm.
Breit gefächert noch das Blattgut lebt.
Aufgestiegen zur herbstlichen Farbenpracht.
Halt nur mehr die geborstene Rinde gibt.
Eingekerbt die knorrige Schale ist.
Warten auf das letzte unausweichlich kommende Brechen.
Auf das Vergehen in grasigen Weiten.
In Lichtungen endloser Waldeinsamkeiten.


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